Lichtkreise

Titel: Lichtkreise. Provokationen christlichen Denkens
von: Eckehard Bamberger
herausgegeben von: OLONA Edition
ISBN-13: 978-3200010918
207 Seiten, gebunden, Hardcover, 17,4 x 2,4 x 22,8 cm
Preis: 20,60€

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Leseprobe


Kurzbeschreibung

Ein außergewöhnliches Orientierungsbuch das jene ansprechen wird, die neue Facetten des christlichen Glaubens kennenlernen wollen. Themen wie Religiosität - eine "Sache der Begabung", Supermacht Gott oder das Alte Testament und der christliche Glaube, provozieren und setzen Impulse für ein neues Glaubensverständnis. Zum anderen möchte es selbstzufriedene Christen in Unruhe versetzen, ihr spirituelles Leben einmal unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, wieweit sie mit der Lehre Jesu Christi noch im Einklang stehen.


Rezensionen

Mit grossem Vergnügen habe ich dieses Buch bis zum letzten Satz gelesen. In einer leicht lesbaren Art und Weise geht der Autor ohne Vorurteile in einer ruhigen und humorvoll-sachlichen Grundhaltung an die Erkenntnisse und Errungenschaften der heutigen Wissenschaften, insbesondere der Humanwissenschaften heran, um diese im Licht des christlichen Glaubens in rechter Weise einzuordnen und zu bewerten.

Ein wenig war ich an Johannes Philoponos erinnert, der beispielsweise in seinem Werk „de opificio mundi“ einen ebensolchen Rundblick durch die Wissenschaften seiner Zeit wagt.

Das Fehlen eines wissenschaftlichen Apparates mag manchen vielleicht etwas stören, gleichzeitig verleiht es dem Werk aber eine Geschmeidigkeit der Argumentation, die keinen Anspruch erhebt, ein neues dogmatisch-wissenschaftliches Werk zu sein, sondern ein Trostbuch und ein Mittel, um den müde gewordenen Christen des Abendlandes neuen Mut einzuhauchen.

Der Autor spielt von der ersten Seite an mit offenen Karten. In großer Hochachtung vor dem Menschen als Ebenbild Gottes, mit einem tiefen Verständnis für die wahre Bedeutung der Menschwerdung des Gottessohnes Jesus Christus und einer Auslegung des Weihnachtsgeschehens, die auch dem Verstandesmenschen des 21. Jahrhunderts das Herz für den göttlichen Heilsplan öffnen kann, führt er seine Argumentationslinie in die Richtung einer unverbrüchlichen Hoffnung, die in Gott begründet ist. Trotz all der Krisen- und Untergangsszenarien unserer Welt des dritten Jahrtausends kann der Mensch, geprägt vom Bewusstsein der Gotteskindschaft und Gott-Ebenbildlichkeit in eine lichterfüllte Zukunft schauen, ohne dadurch die oft düstere Realität zu verleugnen.

Das Buch zeigt einen natürlichen Verhaltenskodex des Menschen auf, ohne zu moralisieren. Im Sinne des großen Naturrechtlers Johannes Meßner blickt der Autor auf eine allen Menschen zugrunde liegende moralische Ordnung, die noch vor aller genauerer Betrachtung der spezifischen und oftmals so unterschiedlichen Religiosität feststellbar ist. So wird dem Leser augenscheinlich, dass fernab der Errungenschaften der Neurobiologie im Menschen etwas eingepflanzt ist, das sich der heutigen Wissenschaft nicht in jener Weise offenbart, wie diese es gerne sehen würde.

Ausgezeichnet unterscheidet der Autor zwischen „Seele“ und „Psyche“, er entlastet damit das oft nicht völlig spannungsfreie Verhältnis zwischen Psychologie, Psychiatrie und Seelsorge, das so manchen Priester entschuldigend sagen lässt: „Ich bin leider kein Psychologe!“, anstatt das Bewusstsein zu wecken, dass ihm ein ganz anderes „Handwerkszeug“ von Gott gegeben ist. 

Alles in allem steigt die Themenführung des Buches (es tut wohl, das Thema stichwortartig auf jeder Seite in Erinnerung gerufen zu bekommen), von der Betrachtung des Menschen an sich hin zu dem so vielschichtigen Verhältnis des Menschen vor seinem Gott bzw. mit seinem Gott, hin zum Gottessohn Jesus Christus, der das Verhältnis von Gott und Mensch für diese Welt grundlegend neu definiert hat. Und in diesem Verhältnis öffnet sich dem Leser der große Brunnen des Trostes und der Hoffnung, dass trotz Glaubensverfall oder Säkularisierung auch in der „alten Welt“ ein klares Bekenntnis zu Glaube und Religion möglich und wichtig ist, namentlich ein Bekenntnis zu einem persönlichen Gott, der als „Du“ dem Menschen gegenübersteht, zugleich mit dem Menschen eintaucht in die ganze Tiefe des Menschseins.

Gleich einem Hauptthema eines Musikstückes klingt jene Grundaussage bis in die letzten Zeilen des Buches durch, die der Autor ganz an den Anfang stellt: „Das Geheimnis Gottes liegt in seiner Menschwerdung. Das Geheimnis des Menschen liegt in seiner göttlichen Herkunft.“

Möge der letzte Satz des Buches „Herr, ich weiß, dass du bei mir bist und mich liebst, bis an das Ende meiner Tage“ den Lesern jene Freude und Hoffnung ins Herz einpflanzen, jenes Vertrauen in den Gott unseres Lebens, das nötig ist, um in einer Welt mit ihren Ecken und Kanten, mit ihren Freuden, wie auch ihren Schattenseiten ein wahrhaftiges Leben zu führen.

Direktor Mag. Martin Leitner, Überdiözesanes Priesterseminar Leopoldinum Heiligenkreuz

Wer dieses Buch in die Hand nimmt, dem wird auf der ersten Seite schon klarer Wein eingeschenkt: Das Geheimnis Gottes liegt in seiner Menschwerdung – Das Geheimnis des Menschen liegt in seiner göttlichen Herkunft.

Wer dieses Buch in die Hand nimmt, wird wissen wollen, wer denn der Verfasser ist. Sein Name findet sich nicht unter den theologischen Fachmenschen, kein besonderer Kultur- oder Religionswissenschaftler, kein Naturwissenschaftler, wie man nach den ersten Zeilen am Umschlag des Buches vermuten könnte, wenn er dort über das Phänomen der Sonnenfinsternis reflektiert. Eckehard Bamberger, Dr. phil., langjähriger Chef und Gründer der Österreichischen Phonothek, heute Mediathek, ein visionärer Spurensucher, der seit den 60iger Jahren des vorigen Jahrhunderts gesammelt und archiviert hat, was politisch, wissenschaftlich, kulturell in Österreich von Belang ist, was nicht vergessen werden darf.
„Manche Ereignisse können unser Leben verdunkeln (vgl. Sonnenfinsternis), partiell – mitunter total!“ (Rückseite des Buches) Spricht hier ein Betroffener? Geht mit diesem Buch der Archivar, der Dokumentator wichtigen persönlichen Lebenserfahrungen reflektorisch nach und will damit an die Öffentlichkeit und anderen Mitmenschen Mut machen?

Der Text liest sich wie ein modernes Sachbuch, ohne wissenschaftlichen Apparat, entspricht etwa dem „Readers Digest“ Stil. Lapidar stehen die Kapitelinhalte am Buchrand, wenn man die Blätter unter dem Daumen laufen lässt, dann kommen in verschiedenen Farbsätzen die Hauptthemen in den Blick: der religiöse Mensch, Geheimnis Mensch, der Mensch vor Gott, und schließlich Jesus Christus.
Der Sprachstil ist sehr geschickt und verführt zum Weiterlesen. Neben der „Supermacht Gott“ und „Im Clinch: Wissenschaft und Christentum“ tauchen Formulierungen auf, die anheimelnder sind wie etwa: „Jesus Christus - einer von uns?“ Argumentierend, behauptend und doch sehr einfühlsam geht der Autor an die religiösen Fragen heran. Er liegt richtig, wenn er beim jugendlichen Leser, den er vor allem ansprechen möchte, kein religiöses Sachwissen voraussetzen kann. Die Auseinandersetzung mit den religiösen Fragen ist provokativ, könnten so in der U-Bahn, im Café diskutiert werden, haben nichts gemein mit dem betulichen Reden der sonntäglichen Predigt. Der Disput ist munter und z.T. aggressiv.
Durchaus kann es dem Buch gelingen, eine Leserschaft zu versammeln, die ohne Vorkenntnisse über Gott und Christentum ins Gespräch kommt. Etwa eine Passage aus dem Buch sei zitiert, weil sie den Umgang mit theologischen Fragen blitzartig beschreibt: „Nehmen wir an, der spirituelle Urknall, den Jesus von Nazareth mit seiner Lehre , seinem Tod und seiner Auferstehung gesetzt hat, wäre ausgeblieben…der Glaube an einen einzigen Gott würde heute fast zur Gänze verschwunden sein…das Judentum wäre eine Sekte, der Islam wäre gar nicht entstanden.“ (Seite 105).
Der theologische Fachmann würde bei einem dieser Sätze das Buch zur Seite legen, andere würden dort beginnen heftig zu diskutieren.

Das Buch ist spannender als viele Religionsbücher. Hineinschauen und bis zu seiner Seite lesen, hoffentlich bis zum Ende, wenn es heißt „Herr ich weiß, dass du bei mir bist und mich liebst, bis ans Ende meiner Tage…“(S 207)

Mag. Franz Haslinger Pfarrer, Mitarbeiter am Institut f. Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien

Jesus Christus ist ein Provokateur durch die Jahrhunderte hindurch, weil seine zentralen Lehren existentielle Fragen der Menschen betreffen. Diese Fragen lassen auch angesichts des neuen aggressiven Atheismus nicht zur Ruhe kommen und suchen eine neue Antwort. Aus diesem Grund versteht der Autor sein Werk als Orientierungsbuch, das selbstzufriedene Christen in Unruhe versetzen und ihr spirituelles Leben überprüfen lassen möchte. Gleichzeitig will es durch eine leicht verständliche und bildhafte Sprache besonders Zweifler und Neugierige ansprechen, die bereit sind, sich auf das Wagnis des Glaubens einzulassen. Die zahlreichen Denkanstöße, die vom Faktum des unheilbar religiösen Menschen ausgehen, der sich selbst als Geheimnis und als Geheimnis vor Gott begreift, münden schließlich in eine Betrachtung zu Auftreten und Anspruch Jesu Christi.

Die eindrucksvollen Bilder und deren Beschreibung wie die zahlreichen Verweise auf die reiche Tradition christlicher Spiritualität und Liturgie lassen die neuen Fragen des heutigen Menschen eine trostvolle Antwort finden.

Kärntner Kirchenzeitung, Ausgabe Nr. 44 am 2. November 2008 - Buchtipp

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Ausgehend von der These, dass es nicht an der Botschaft des Evangeliums liegt, wenn die christliche Religion in Europa in Schwierigkeiten steckt, richtet der Autor seine LICHTKREISE gezielt auf aktuelle Gegebenheiten und überkommene religiöse Vorstellungen und Verhaltensweisen.

In erstaunlicher Vielfalt und provokanter Sichtweise, regt er damit zum Hinterfragen und Überdenken religiöser Klischees an.

Wegen der klaren Strukturierung und der provokanten Betrachtungsweise des Verhältnisses christlicher Glaubensinhalte zu christlicher Lebensgestaltung, dürfte dieses Buch vor allem junge Menschen ansprechen und auch als Diskussionsvorlage für den Religionsunterricht an Höheren Schulen geeignet zu sein.

Wer erleben will, wie man Kirche als Gottes -und Menschenwerk verstehen kann, dem können die LICHTKREISE zur persönlichen Erleuchtung werden.

Franz Scheibl, Religionslehrer, Schulinspektor und Obmann des Pfarrgemeinderates i. R., Villach

Der Autor ermutigt in provokanter wie nachdenkenswerter Sprache die Leserinnen und Leser sich auf das spirituelle Abenteuer Christentum und auf das Wagnis des Glaubens einzulassen. In zahlreichen Denkanstößen behandelt er biblische Themen des Alten und Neuen Testamentes und verweist auf die reiche Tradition christlicher Spiritualität und Liturgie. Er versteht sein Werk gleichsam als Orientierungsbuch und will vor allem eine sattgewordene und selbstzufriedene Gesellschaft ansprechen, die immerhin zu einem (noch) hohen Prozentsatz aus „Taufschein-Christen“ besteht. Wer jedoch heute wirklich Christ sein will, wird nach der überzeugenden Lektüre dieses empfehlenswerten Buches keineswegs untätig in Ruhestellung verharren, sondern sich aufmachen um dem Geheimnis des dreifaltigen Gottes auf die Spur zu kommen.

Seit dem Provokateur Jesus Christus gab und gibt es im Christentum immer wieder be-geist-erte Menschen, die sich in besonderer Weise auf dieses spirituelle Abenteuer eingelassen haben. Diese heiligen Zeugen, wie z. B. Franz von Assisi, waren stark vom Licht Christi ergriffen und haben die froh- und freimachende Botschaft des Evangeliums radikal und auf ebenso provozierende Weise durch ihr Leben verkündet. Frere Roger Schutz, der große Jugendapostel und Gründer der ökumenischen Gemeinschaft von Taize, meinte einmal:
„Lebe das, was du vom Evangelium begriffen hast, auch wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es!“
Möge dieses lesenswerte und lichtvolle Buch noch viele - besonders junge Menschen - erreichen und zu einem Leben aus dem Glauben inspirieren.

P. Mag. Thomas Hrastnik OFM, Kaplan von St. Nikolai, Villach

In der derzeit - wie Denker mit Übersicht gesagt haben - recht unübersichtlich gewordenen geistigen Landschaft nimmt man ein, wie der Untertitel ankündigt, "provozierendes" Buch gerne zur Hand und macht sich auf einiges gefasst. Und man wird nicht enttäuscht. Dieses Buch gibt viel Anlass zu intensivem persönlichen Nachdenken.

Auch wenn der Band - leider - keine näheren Angaben zur Person seines Autors macht, wird sehr bald deutlich, dass es sich ganz offenbar um einen Menschen handelt, der seinen Glauben persönlich lebt und selbst persönlich viel nachgedacht (und nachgelesen!) hat und den sein Glaube das sogar sehr leidenschaftlich machen lässt. Bestimmt ist der Verfasser nicht "Fachmann" im eigentlich Sinn, also kein studierter, absolvierter Theologe, aber ist einer nicht "Fachmann", wenn er sich seinem gelebten Glauben so intensiv gewidmet hat, wie das hier offenbar der Fall war und das eigene Leben mit-bestimmt hat?

Nach einem Vorwort und einer Einleitung widmet sich der Verfasser vier Themenkreisen: "Der religiöse Mensch", "Geheimnis Mensch", "Der Mensch vor Gott" und "Jesus Christus". Es geht also um Schritte, wie sie für fundamentaltheologische Überlegungen charakteristisch sind. Das Phänomen Religion wird - in seiner weltweiten und also quasi ökumenischen Dimension - ins Auge gefasst, dem Tiefengeheimnis des Menschen wird nachgespürt, seiner transzendentalen Verfassung würde der Theologe sagen, es folgt eine Auseinandersetzung mit der "Gottesfrage", die ja in der gegenwärtigen Theologie ganz zentral ist, und die abschließenden, gleichsam krönenden Überlegungen des Gedankengangs fassen den Herrn ins Auge: "Für wen halten die Menschen den Menschensohn?" (vgl. Mt 16,13).

Die Darlegungen des Autors enthalten eine erstaunliche Fülle von Beobachtungen, Gewichtungen und Anregungen. Ihr Wert liegt für den Leser in den Gedankenanstößen, denen sich dieser bei der Lektüre aussetzt. Ist ja doch manches auch unfertig durchdacht, manche Beobachtungen widersprechen einander oder scheinen einander zu widersprechen und weisen vielfach den Weg, der geistig zu beschreiten wäre, ohne diesen selbst "vorzugeben".

Fazit: Ein "denk-würdiges" Buch. Sohn und Tochter des Verfassers haben es herausgegeben. Ein Hinweis, wie tiefgehend sie die Gespräche mit ihrem Vater "erreicht" haben.

DDr. Hartwin Schmidtmayr, Professor für Religionspädagogik an der Pädagogischen Akademie, Wien

Ich möchte Ihnen sehr herzlich danken für das tolle Buch „Lichtkreise“. Verzeihen Sie, dass ich mich erst jetzt melde, ich hatte schon mal zu lesen begonnen, aber aus Zeitmangel mußte ich dann unterbrechen. Heute habe ich es gierig „verschlungen“ (so manche ich das immer, wenn mir ein Buch „schmeckt“). Das heißt aber auch, dass ich es mindestens noch einmal lesen werden, da beim „Verschlingen“ nicht immer alles so gut hängen bleibt.

Ich will Ihnen damit sagen, dass es mir sehr, sehr gut gefällt, mich anspricht, ich oft bestätigend nicke und mich vor allem in meinem persönlichen Glaubensleben und meinen Überzeugungen bestätigt weiß. Sie schreiben sehr erfrischend, decken auf, nennen Fakten und Zahlen, aber verurteilen deswegen nicht unsere Gesellschaft.

Beim Kapitel über die Religiosität des Menschen beziehen Sie sich auf die neuesten Erkenntnisse der Neurobiologie, das gefällt mir sehr gut. Auch in den folgenden Kapiteln durfte ich viel Neues dazulernen (immer wieder stellte ich fest, dass ich mir das merken muß für die Schule!!!)

Für mich ist das Buch auch eine Auffrischung und Vertiefung des Unterrichtsstoffes, den ich tagtäglich meinen Schülern vermittle.

Ihr Kerngedanke über das Geheimnis Gottes und des Menschen zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch – und läßt einfach immer wieder staunen, dankbar sein und schweigen.

Ich danke Ihnen für dieses Buch, ich werde es weiter empfehlen und weiter schenken.

Prof. Maria Angleitner, AHS Professorin für Religion, Wien